Sonntag, 28. Juni 2009

Die Ferrum-Diät

Meinereine hat zuwenig Eisen im Blut. Nein, ich bin keine Vegetarierin, ich esse nur öfter Käse als Schinken oder Fleisch.
Da die Folgen des Eisenmangels jetzt langsam aber gründlich meinen Alltag behindern - ich bin ständig müde, vergesse immer mehr als ich mir merke, habe null Lust auf irgendwas....- habe ich mich entschieden, meine Eisenaufnahme zu maximieren. Morgens Steak, mittags Steak, abends Steak!
Ähh....neee....Dank gründlicher Recherche weiß ich, daß wir Säugetiere am besten das zweiwertige Eisen aus Fleisch aufnehmen können, außerdem noch das aus geräuchertem Rotbarsch, aus Eiern, aus Salzhering und aus Zander. Dann gibts noch jede Menge schlechter verwertbares dreiwertiges Eisen in Sauerteigbrot, diversen Vollkornprodukten, in Petersilie, Karotten, grünen Erbsen, Heidelbeeren etc. pp. Die Liste ist sehr lang, so daß frau fast auf nichts, was sie mag, verzichten muß. Und es gibt reichlich Alternativen zum ekligen Spinat!
Der große Haken: Kaffee, Tee, Milch, Kakao, Cola und mein geliebter Rotwein hemmen die Eisenaufnahme. Weitere Killer sind Schokolade (Jammerjammerjammer), Knoblauch, Zwiebeln (wie jetzt - Steak ohne???) und bestimmte Joghurt-Bindemittel, womit ein paar Grillsoßen ausscheiden. Zwischen den Eisenhemmern und dem Eisenfuttern sollten zwei bis drei Stunden liegen.
Diese Dinge zu beachten ist viel schwieriger als eisenreiche Lebensmittel zu futtern.
Rübenkraut wurde mir übrigens auch empfohlen - für nicht Eingeweihte Sirup aus Zuckerrüben oder eben saap.

PS: Damit die Diät auch wirkt, darf ich natürlich bis auf weiteres kein Blut spenden...bei meinen schlechten Werten hätten sie mich ohnehin nach Hause geschickt.

Freitag, 26. Juni 2009

Wenn Idole uns verlassen

Ich denke, jede(r) von uns hat in seinem Leben mindestens einen Star, Stern...den frau/mann einige Zeit (Minuten, Stunden, Jahre...) anhimmelt, bewundert, verehrt oder auch begehrt.
Frau mag die Musik dieses Stars, mann begeistert sich für jenen Torschußexperten, sie will auch so eine Wespentaille, er unbedingt das Sixpack. Gelegentlich heiraten Fan und Star (siehe Mr. 105-Jahre-Jopie), im Extremfall werden aus Fans Stalker und im Normalfall findet mann/frau sein/ihr Glück mit einem Nicht-Star.
So verlassen wir unsere Idole oder wir bewahren uns ein wenig Restschwärmerei im Alltag.

Manchmal ist es aber das Idol, das uns verläßt - durch Krankheit, einen Unfall oder durch das schlichte Beenden der Karriere.
Da ich gestern kaum im Netz war, erfuhr ich erst heute vom Tod eines ehemaligen Engels - Farah Fawcett - und vom Sterben des King of Pop Michael Jackson. Beide waren nie meine persönlichen Idole, aber ich kann den Schmerz der Fans nachvollziehen.
Gerade eben habe ich meine Schwester getröstet - seit Kindesbeinen eine Michael-Verehrerin. Sie hat ihre umfangreiche Postersammlung rausgekramt, das zerfledderte Moonwalk-Buch, das ich damals von einem Westbesuch mitgebracht hatte, Briefe von einem talentierten MJ-Double, kurz all die Erinnerungen an die aktive Fan-Zeit. Sie wußte gar nicht, daß sie noch soviel aufgehoben hatte.
Uns allen bleibt seine Musik, nach der auch ich immer gern getanzt habe...rest in peace, Michael. Es wird genug Leute geben, die aus Deinem Tod Kapital schlagen werden.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Urlaubsnotizen Ischia 3

Durch Wandern auf einer Vulkaninsel reaktiviert frau Muskelgruppen, von deren Existenz sie lange nichts gemerkt hat. Besonders der Bergabbremsmechanismus im Oberschenkel macht sich am nächsten oder übernächsten Tag vehement bemerkbar. Zum Beispiel auf Treppen.

Da hilft nur noch mehr wandern oder/und die Muskulatur im Thermalpool entspannen...yeah!

Ein dickes Lob bekam ich für meine Trecking-Schuhe, mit denen ich den Vesuv bestiegen habe. Während hartgesottene Urlauber dem Vulkan mit Flipflops zu Leibe rückten. Was ihre Füße davon hielten, wurde nicht überliefert.

Übrigens bin ich eher die Flachlandwanderin, aber waagerecht kann man sich auf Ischia eher selten bewegen, irgendwie geht es immer bergrauf oder bergrunter.

Und keine Angst, der Vesuv befindet sich immer noch bei Neapel und nicht auf Ischia.

Urlaubsnotizen Ischia 2

Dieses Jahr habe ich bei den Urlaubsvorbereitungen einige Fehler gemacht. Besser gesagt: ich habe einige Dinge unterlassen..
Statt mir angesagt knalligen Nagellack zu kaufen, bin ich mit mattem Schimmer angereist. Ein sanftes Leuchten - wenn die Pupille sehr nah ist -, mein Gesicht hat aber selten Kontakt zu meinen Füßen, gg*
Rundherum glänzten die Nägel oder Krallen der älteren Damen in sündigem Rot oder in extrovertiertem Lila. Ich dümpelte unauffällig vor mich hin. Notiz an mich selbst: Urlaubs-to-do-Liste überarbeiten bzw. erstellen.
Ich habe es unterlassen, vorher abzunehmen. In die meisten Klamotten paßte ich vor und während des Urlaubs rein...hinterher...naja, alles Zuwachs an Muskelmasse. Hat viel mit Wandern und überhaupt nichts mit Pasta und Vino zu tun. Aber auch überhaupt nichts, großes Pfadfinderehrenwort.
Ich habe vergessen, mich daran zu erinnern, daß ich meine Walkingstöcker mitnehmen wollte. Als Bremsstäbe beim Bergrunterhüpfen wären sie gut einsetzbar gewesen...
Ergo, ich brauche mehr Geistesnahrung! ....such das Glas....

Dienstag, 23. Juni 2009

Urlaubsnotizen Ischia 1

Da ich ja immer noch laptoplos verreise(wie skandalös für eine Bloggerin!!!), habe ich meine Verbloggungsnotizen schriftlich festgehalten und kann nun aus dem blauen Buch schöpfen.

"Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch bizarreres und unbegreiflicheres ersetzt.

Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist."

Douglas Adams "Das Restaurant am Rande des Universums"

Es gibt Studien, die besagen, daß man im Urlaub verdummt, weil man seine grauen Zellen nicht so nutzt wie im Alltag. Ich finde, graue Zellen können auch mal Urlaub machen, und wieso muß man immer und überall alles wissen?!

Letztes Jahr hatten die beste Freundin von allen und ich den idealen Urlaub auf Ischia, und auch in der Wiederholung bleibt die Insel mein Paradies. Das faule Abhängen im Thermalpool befördert einen umgehend in eine andere Welt - im einleitenden Kapitel von "Per Anhalter durch die Galaxis" ist denn auch die Rede davon, daß es nicht nur ein Fehler war, von den Bäumen herunterzukommen, nein, schon das Meer zu verlassen war der größte Irrtum.

Um diesen Evolutionsfehler auszubügeln, fahren sehr viele Menschen gern ans Meer - ihre Ursprungsheimat!

Ich könnte mir theoretisch vorstellen, als Wal die Ozeane zu durchpflügen. Dementgegen steht die ungebrochene Jagdlust einiger Nationen, die kaum zu stoppen ist. Oder ich strande wegen menschlicher Störgeräusche an irgendeiner Küste und verende im Sand...

Da bleibe ich praktisch lieber ich und bin ein Miniwal im Pool! Die Störgeräusche (schnarchen...) lassen sich ausblenden, und statt einer Harpune bekommt frau höchstens mal einen Ball an den Kopf.

Früher

saß ich zuviel vor dem Fernseher, jetzt sitze ich zuviel am Computer. Ergo, wenn ich Disziplin lernen will, muß ich mehr Zeit als bisher für die Ent-Chaotisierung meines Universums aufbringen und mich weniger in virtuellen Welten tummeln.
Wenn ich gaaaanz reich wäre, könnte ich mir natürlich einen gutaussehenden Assistenten mieten, der dann meinen ganzen Kram auf Vordermann bringen müßte. Wobei er natürlich nicht für mich entscheiden kann, was mir wichtig ist und was nicht...Aber zumindest hätte ich beim Aufräumen etwas Schönes im Blickfeld, gg*

Montag, 22. Juni 2009

Wanderer zwischen den Welten


Bisher habe ich ausschließlich in einer Community gebloggt oder gepostet, und da auch Reisevögel Gewohnheitstiere sind, hätte ich fast vergessen, daß ich jetzt zweigleisig fahre.

Hier die große weite Bloggerwelt, da die kleine Fangemeinde. Locke ich die Fans nach "draußen" oder erkunde ich erstmal vorsichtig das Gelände und warte ab, welche rauhen Winde mir hier um die Nase wehen?!

Als geborene Küstenpflanze machen mir Stürme keine Angst - mehr als Stärke 12 gibts schließlich nicht.
Auf dem Foto sind übrigens einige der zwölf Apostel zu sehen, ein Schnappschuß von Australiens Küstenlandschaft.

Sonntag, 21. Juni 2009

With a little help


from a friend nimmt mein Blog langsam das Aussehen an, das er-es haben sollte. Merci, thank you, gracias und danke Paula!

Disziplin

ist neben Ordnung wohl eine typisch deutsche (?) Eigenschaft. Dann will ich mal hoffen, daß mir meine staatsbürgerlichen Rechte nicht aberkannt werden..gg*
Ich weiß genau, daß ich dieses oder jenes UNBEDINGT machen müßte, aber mir fehlt die Disziplin, es auch wahrhaftig zu tun.

Um meinem chaotischen Selbst auf die Sprünge zu helfen, habe ich mir nach laaanger Überlegung das Buch "Simplify your life" von Werner Tiki Küstenmacher & Co. zugelegt. Zum Glück muß ich nicht mein lückenhaftes Englisch verbessern, um es lesen zu können - es ist eine deutschsprachige Ausgabe. Entrümple-dein-Leben-Artikel gab und gibt es natürlich auch in diversen anderen Zeitschriften, Internetartikeln etc. Ob das Buch die alleinseligmachende Wahrheit verkörpert, kann ich auch nicht sagen - ich will nur endlich irgendwo anfangen.

Samstag, 20. Juni 2009

Chance auf Rettung

Heute fand ich in meinem Briefkasten Post von der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Zum ersten Mal seit meiner Typisierung bekomme ich vielleicht die Chance, jemandem zu helfen - sofern wir genetische "Zwillinge" sind. Das fühlt sich gut an!

Ansonsten fühle ich mich hier wie an einem ersten Schultag - neugierig auf die anderen Schüler...Das Fach sprich den Inhalt bestimme ich aber selbst.

Guten Tag alle miteinander!