Im Urlaub haben wir des öfteren outside gespeist will heißen auf dem Balkon. Das verpflichtete aber auch zum Teilen mit den einheimischen Wespen, deren Appetit dem ihrer deutschen Schwestern (gibt es auch Brüder???) in nichts nachsteht.
An einem besonders schwärmigen Morgen habe ich in friedlicher Koexistenz mit etwa 9 Wespen gefrühstückt. Ich habe nicht nach ihnen geschlagen, und sie haben mich nicht gestochen.
Fünf von ihnen putzten einen leergegessenen Teller sauber, eine saß neben der Orangenmarmelade mit Bittermiene und eine setzte sich als echter Schokoholic mitten in den Nutellaklecks. Sie hatte große Mühe, aus diesem Schlammbad wieder herauszukommen und flog danach sofort davon. Zwei weitere wurden abtrünnig und inspizierten den Teller meiner Freundin.
Natürlich hingen genug Wespenfallen herum, aber der Köder war wohl weniger lecker als meine Mahlzeit.
Montag, 28. September 2009
Sonntag, 27. September 2009
Alles Inclusive
stand im Prospekt. Aber - achten sie auf das Kleingedruckte und Extra-Hinweise, denn wo alles draufsteht ist nicht immer alles drin.
Mit nunmehr 48 Lenzen habe ich das erste Mal einen All-Inclusive-Urlaub gebucht (es gab in dem Hotel auch keine Halbpension, nur mal so am Rande) und war sehr neugierig auf meine "Jungfernreise".
Das leuchtend orange Armband prangte an allen Armen, mal links, mal rechts getragen - wie ein Zeichen eines Geheimclubs. Die Fortgeschrittenen waren versierte Esser und Trinker, es gab Einzelsieger in den Kategorien Trinken (der Preisträger wurde nachts im ionischen Meer unter lautem Hallo gekürt) und Essen (wer schafft mindestens vier Gänge bei drei Hauptmahlzeiten und plündert zwischendrin noch mehrmals das Kuchenbufet???).
Meine Reisefreundin und ich fielen unter die Amateure. Alles bei jeder Mahlzeit von jedem Gericht zu probieren ging über das Fassungsvermögen unserer Mägen, ganz zu schweigen von der Getränkeauswahl. Wir wählten meist Wein und verschmähten die Cocktails und Kurzen, um die Sinne nicht völlig zu vernebeln.
Die zwei alkoholfreien Cocktails waren sowas von süüüüüß, daß es bei einem Probierversuch blieb.
Und jetzt kommt das Wesentliche: Mineralwasser war exclusive! Du konntest also Cola, Fanta, Säfte...alles was süß ist und mehr Durst macht...in dich hineinschütten, aber mit Mineralwasser ein Prosit auf die Nüchternheit auszusprechen, erforderte den Einsatz der Urlaubskasse. Wasser in Krügen ohne Sprudel und Mineralien gab es natürlich zu den Mahlzeiten.
Also, wer Diäten haßt oder sich jeden Tag betrinken will oder für Eßwettbewerbe bzw. Trinkgelage trainieren muß oder wer kleine Kinder hat, die natürlich dauernd Eis essen möchten, ist bei All-Inclusive sehr gut aufgehoben. Wer die Hotelanlage nicht verlassen möchte oder kann, ebenfalls. Und natürlich besteht die Möglichkeit, nur Salate oder/und Obst zu essen und die Pfannkuchen, Waffeln, Spiegeleier, Nutellaschüssel, Kuchentabletts, Eistheke... links und rechts liegen und stehen zu lassen.
Fazit: Ein unerwünschtes Souvenirkilo mehr an der Hüfte, aber eine Woche super lecker gegessen, worauf auch immer ich Lust hatte.
Mit nunmehr 48 Lenzen habe ich das erste Mal einen All-Inclusive-Urlaub gebucht (es gab in dem Hotel auch keine Halbpension, nur mal so am Rande) und war sehr neugierig auf meine "Jungfernreise".
Das leuchtend orange Armband prangte an allen Armen, mal links, mal rechts getragen - wie ein Zeichen eines Geheimclubs. Die Fortgeschrittenen waren versierte Esser und Trinker, es gab Einzelsieger in den Kategorien Trinken (der Preisträger wurde nachts im ionischen Meer unter lautem Hallo gekürt) und Essen (wer schafft mindestens vier Gänge bei drei Hauptmahlzeiten und plündert zwischendrin noch mehrmals das Kuchenbufet???).
Meine Reisefreundin und ich fielen unter die Amateure. Alles bei jeder Mahlzeit von jedem Gericht zu probieren ging über das Fassungsvermögen unserer Mägen, ganz zu schweigen von der Getränkeauswahl. Wir wählten meist Wein und verschmähten die Cocktails und Kurzen, um die Sinne nicht völlig zu vernebeln.
Die zwei alkoholfreien Cocktails waren sowas von süüüüüß, daß es bei einem Probierversuch blieb.
Und jetzt kommt das Wesentliche: Mineralwasser war exclusive! Du konntest also Cola, Fanta, Säfte...alles was süß ist und mehr Durst macht...in dich hineinschütten, aber mit Mineralwasser ein Prosit auf die Nüchternheit auszusprechen, erforderte den Einsatz der Urlaubskasse. Wasser in Krügen ohne Sprudel und Mineralien gab es natürlich zu den Mahlzeiten.
Also, wer Diäten haßt oder sich jeden Tag betrinken will oder für Eßwettbewerbe bzw. Trinkgelage trainieren muß oder wer kleine Kinder hat, die natürlich dauernd Eis essen möchten, ist bei All-Inclusive sehr gut aufgehoben. Wer die Hotelanlage nicht verlassen möchte oder kann, ebenfalls. Und natürlich besteht die Möglichkeit, nur Salate oder/und Obst zu essen und die Pfannkuchen, Waffeln, Spiegeleier, Nutellaschüssel, Kuchentabletts, Eistheke... links und rechts liegen und stehen zu lassen.
Fazit: Ein unerwünschtes Souvenirkilo mehr an der Hüfte, aber eine Woche super lecker gegessen, worauf auch immer ich Lust hatte.
Freitag, 11. September 2009
Am 11.9.2000
bin ich in die USA geflogen - mein erster und bisher einziger Trip dorthin. Die Welt war noch in Ordnung, sofern man das jemals von der Welt behaupten konnte, und ich hatte eine wunderbare erlebnisreiche Zeit im Westen.
Ein Jahr später am 11.9. saß ich ahnungslos arbeitend an meinem Schreibtisch, als ein Kollege eine Mail schickte: ein Flugzeug ist in einen Tower des World Trade Centers gekracht.
Ziemlich makabrer Scherz! dachte ich und lief zum Fernseher, den wir in der Kundenhalle stehen haben.
Es war die nackte Wahrheit...und noch nicht das Ende des Katastrophentages.
Würde die ganze Welt zusammenstürzen wie die Türme? Würde es einen dritten Weltkrieg geben? Wie kann jemand so etwas tun?
Die Welt ist noch da...aber lange nicht in Sicherheit.
Ein Jahr später am 11.9. saß ich ahnungslos arbeitend an meinem Schreibtisch, als ein Kollege eine Mail schickte: ein Flugzeug ist in einen Tower des World Trade Centers gekracht.
Ziemlich makabrer Scherz! dachte ich und lief zum Fernseher, den wir in der Kundenhalle stehen haben.
Es war die nackte Wahrheit...und noch nicht das Ende des Katastrophentages.
Würde die ganze Welt zusammenstürzen wie die Türme? Würde es einen dritten Weltkrieg geben? Wie kann jemand so etwas tun?
Die Welt ist noch da...aber lange nicht in Sicherheit.
Mittwoch, 9. September 2009
Crashboomklatsch
Mit vollem Übereifer habe ich mich meinem Haushaltschaos entgegengeworfen. Nach drei Stunden Bügeleinsatz ist die Urlaubsgarderobefrage geklärt.
Beim Waschen habe ich nach einer Vielzahl von gelungenen Waschgängen mit Papiertaschentüchern etwas Neues getestet: eine nagelneue, noch verpackte Slipeinlage! Hinterher war sie ausgepackt und natürlich nicht mehr einsetzbar, aber...Trommelwirbel...die Wäsche war nicht versaut. Einer Kollegin von mir ist es gelungen, dasselbe Experiment erfolgreicher durchzuführen - die Packung blieb zu! - Ich kann ja noch weiter üben...lol
Verklietscht habe ich dagegen den Boden für den Schüttelkuchen, den ich morgen meinen Kollegen als Urlaubsausstand servieren wollte. Also muß Plan B in Kraft treten - Besuch beim Bäcker. Das Handwerk will ja auch leben.
Beim Waschen habe ich nach einer Vielzahl von gelungenen Waschgängen mit Papiertaschentüchern etwas Neues getestet: eine nagelneue, noch verpackte Slipeinlage! Hinterher war sie ausgepackt und natürlich nicht mehr einsetzbar, aber...Trommelwirbel...die Wäsche war nicht versaut. Einer Kollegin von mir ist es gelungen, dasselbe Experiment erfolgreicher durchzuführen - die Packung blieb zu! - Ich kann ja noch weiter üben...lol
Verklietscht habe ich dagegen den Boden für den Schüttelkuchen, den ich morgen meinen Kollegen als Urlaubsausstand servieren wollte. Also muß Plan B in Kraft treten - Besuch beim Bäcker. Das Handwerk will ja auch leben.
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