Freitag, 31. Dezember 2010

Tauwetter mit Nebel

Heute heißt es Augen auf,wenn frau das Haus verläßt. Die Gehsteige sind zum Teil a....glatt, weil gewisse Leute nicht gestreut haben. Wenn die Schneemassen so unverhofft schmelzen, kann das Wasser nicht zu den zugeschobenen Gullys durchdringen. So wird uns die Matschpampe noch einige Zeit Freude bereiten...

Also, tanzt mit Vorsicht ins Neue Jahr!

Dienstag, 16. November 2010

Charlotta und die Peeptoes

Frau hat ja manchmal merkwürdige Anwandlungen. Letztens bestellte ich mir ein paar superduperhohe Heels Marke Peeptoe, also Pumps mit Guckloch für eine oder mehr Zehen. Ich wußte genau, daß ich sie vermutlich nicht behalten würde, zumal es sie nicht in meiner Größe gab - lieferbar nur bis 41. Aber ich wollte einfach mal den Höhenflug testen.
Wie fühlt sich so ein Star damit auf dem roten Teppich?

In der beigelegten Gebrauchanweisung stand, dass frau sie nur auf Teppichboden probieren dürfe, da sie im Falle von Gebrauchsspuren (Kopfsteinpflaster ...hohoho) nicht zurückgenommen werden könnten.
Da ich keinen roten Teppich habe, probierte ich sie auf meinem Laminat an. Zwölf Höhenzentimeter strecken ungemein, aber wie komme ich von der Stelle? Die Schuhe sind leider so eng, dass ich nichtmal auf den Ballen laufen kann.
Also bräuchte ich einen Leibwächter, der mich ständig trägt, wenn ich die Peeptoes trage.

Die hohen Treter werden säuberlich eingepackt ohne Gebrauchsspuren zurückgeschickt. Solange ich kein Star werde, brauche ich so etwas nie wieder anzihen, jippiiiiiieeeeeeeeeee!!!

PS: Ein herzliches Dankeschön von meinen Füßen!

Montag, 1. November 2010

Tanz zu Halloween

Die dienstälteste Disco von Tucanville hat einen neuen Namen und neue Besitzer. Gestern war Ü-30-Party angesagt und meine Freundin und ich stürtzten uns nicht zu früh (22.15 Uhr) ins Getümmel. Am Eingang standen gleich zwei große Security-Männer - die uns freundlich hereinbaten. Raus wär ja auch geschäftsschädigend.
Gut zu wissen, dass da jemand ein wachsames Auge auf das Partyvolk hat. Ich denke da nur an die k.o.-Tropfen-Widerlinge...
Die Räumlichkeiten waren gruselig dekoriert, ganz wie es die Halloween-Nacht erfordert. Für Leute mit Spinnenphobie war sicher das Monsterexemplar über der Tanzfläche ein zusätzlicher Adrenalinkick.
Gut zwei Stunden waren wir auf "Abzappelkurs" im immer dichter werdenden Getümmel auf der Tanzfläche. Dann forderten die dünner werdende Luft (Nebelkanonenbeschuss) und die Hammerdröhnlautstärke ihren Tribut - wir machten uns auf den Heimweg.
Ich habe den Verdacht, dass die Hörgeräteindustrie DJ's sponsert, um mehr Kunden zu bekommen. Das Rauschen in meinen Ohren hielt noch eine ganze Weile an...aber heute ist zum Glück wieder alles okay!

Kleine Gespenster waren gestern übrigens nicht zu sehen. Also bleibt mehr Schokolade für mich. Es sei denn, die Oller-Hilgesmann-Sänger tauchen heute Abend auf.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Süsses oder...

Ich bin sehr gespannt, wann mehr Süßigkeiten hortende Kinder unterwegs sind - heute zu Halloween oder morgen zu Allerheiligen (alte Tradition in dieser Stadt, die Kinder singen dann auf Platt das Oller-Hilgesmann-Lied). Für alle Fälle habe ich ein paar Schokoriegel gekauft, obwohl die Klingeln von Mehrparteienhäusern eher selten betätigt werden, so die Erfahrung der letzten Jahre.

Gestern im Supermarkt hörte ich Teile eines Gespräches mit, in dem es um Halloween ging. "Da machen wir einfach nicht auf, was geht uns der Ami-Quatsch an!"
Auch wenn Halloween Wurzeln in Europa hat, verdanken wir den Vermarktungsboom wirklich den US-Amerikanern. Dass es Kindern Spaß macht, sich zu verkleiden, sei ihnen gegönnt - genauso den Erwachsenen das Vergnügen an Gruselfilmen.

Also - wenn es schon an der Haustür klingelt, dann soll doch bitte ein knackiger Vampir dastehen, der mir die Nacht versüsst...

Freitag, 22. Oktober 2010

Mein neues altes

analogeres Leben fühlt sich noch etwas fremd an. Die dummen Facebooker haben meine Abmeldefrist verlängert, als ich heute nachsehen wollte, ob sie mich bzw. mein virtuelles Ich wirklich gelöscht haben. Mit Datenschutz haben die wirklich nicht viel am Hut.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Alles wird Jod

Gestern war ich beim kleinen Vampir - ein wenig Blut abzapfen zur Überprüfung der Schilddrüsenwerte. Ich neige zum Unterfunktionieren, was das angeht - ein prima Erklärung für Müdigkeit und Gewichtszunahme. Deswegen werfe ich seit über einem Jahr Jodtabletten ein, denn mit der normalen Nahrung (Fisch und Jodsalz lassen sich nunmal nicht in der erforderlichen Menge vertilgen) kann ich das "Unheil" nicht aufhalten. Ultraschalltechnisch waren keine Knoten zu erkennen (SUPER!!!) und heute habe ich erfahren, daß auch sonst alles gut ist. Also werde ich brav weiter meine Jodpillen schlucken, damit das so bleibt und ich nicht müder und dicker als nötig werde...

Samstag, 9. Oktober 2010

Raus

Heute morgen habe ich beim Juwelenzerknallerspiel im vielverbreiteten Gesichtsbuchnetzwerk 1.000.000 Spielcoins gewonnen. Dank tabletteneingeschränkter Motorik konnte ich die prachtvollen virtuellen Klein- und Großkaräter nicht in gewohnter Geschwindigkeit zum Platzen bringen.
Aber auch ohne Pillen (ich kuriere gerade einen Hexenschuß aus) war ich dieses Netzwerks müde. Ich wollte auch nicht warten, bis ich die Million Spielknete verballert hatte. Also habe ich mich kurzentschlossen auf den Abmeldebutton begeben und mich rausgeschmissen.

Natürlich geht so eine Abmeldung nicht so fix wie in anderen Netzwerken, aber wenn ich innerhalb von 14 Tagen nicht rückfällig werde, bin ich eine Ex-Face-Bookerin. Amen - oder was sagen Heiden in diesem Fall?!?

Dienstag, 3. August 2010

Rosarot

Eine Kollegin von mir konnte sich heute wie ein kleines Mädchen fühlen, aus Anlass ihres 25jährigen Betriebsjubeljums hatten wir ihren Schreibtisch mit einem rosaroten Organzatuch abgedeckt und auch sonst noch ein paar dekorative Gesichtspunkte verteilt. Durch den Stoff war sogar die Bedienung des PCs möglich! Natürlich nicht den ganzen Tag, ewig alles rosarot zu sehen war für sie doch anstrengender als gedacht.
Aber wenn der Job nun gar zu trist wird, kann sie sich in der rosa Wolke verstecken...

Samstag, 3. Juli 2010

Schon wieder nur

halbrichtig getippt, 4 Tore für unsere Männer war ja goldrichtig, aber die erwartete Gegenwehr ist ausgeblieben. Okay, also ein Gummipunkt für die Statistik.

Das Schmelzwetter für Füllige ist gerade gewittertechnisch unterbrochen worden, da kann ich nachher meine Wohnung gut lüften...yippie...30 Grad Innentemperatur sind doch etwas viel, oder? Isch abe eine ungedämmte Dachwohnung und mein Vermieter scheut Investitionen.

Wenn der Klimawechsel sich festnistet, muß ich vielleicht über einen Wohnungswechsel nachdenken.

Dienstag, 29. Juni 2010

So muß sich Schokolade

fühlen, wenn sie schmilzt...Wie sagte eine Kundin diese Woche? Es ist Schmelzwetter für Dicke! Wenn das Abnehmen so einfach wäre...holladiediätfee!

Mein Büro ist eisgekühlt dank Klimaanlage, und draußen brütet nun endlich der erwartete Sommer vor sich hin.

Deutschland ist noch wmtechnisch dabei, und so gehört schwarzrotgold zum Straßenbild, wohin frau auch kommt, geht oder fährt. Auch der Tucan hat eine Vuvuzela bekommen und wurde gleich von Teenies ermahnt, dass diese doch verboten wären. Die grüne Jugend erzieht also jetzt die reifere Jugend, cool...So stirbt gutes Benehmen nicht aus, grins.

Oh, es tutet auf den Straßen, die Abendpartie ist entschieden. Und ich habe heute nur danebengetippt...

Dienstag, 22. Juni 2010

Sitzfleisch

war heute vonnöten von 10-17:30 Uhr, auweia. Sowas kommt zum Glück nicht jeden Tag vor, auch wenn ich eine Papiertigerin bin.

Manche Fußballmannschaften können nach dem WM-Aus ebenfalls ihre Kehrseite pflegen oder den Kontakt zu ihrem Trainer oder ihrem Publikum oder ihrem Präsidenten.

Bei uns auf Arbeit läuft ein Tippspiel, bei dem ich in den ersten Tagen den letzten Platz fest gebucht hatte. Momentan liegen zwei andere mit ihren Spielergebnisprognosen noch mehr daneben als ich. Partiell betrachtet hatte ich manchmal das halbe Ergebnis richtig geraten, aber Halbheiten zählen ja nicht, nicht wahr?

Warum ich so scharf auf den letzten Platz bin ? Da gibt es einen Trostpreis. Wenn schon schlecht raten, dann richtig!

Samstag, 22. Mai 2010

Mit der Reibeisenstimme,

die ich am Mittwochmorgen beim Aufwachen an mir feststellte (durch einen kurzen Dialog mit mir selber, ha-ha), könnte ich wahrscheinlich viele Leute faszinieren. Frau denke an Zarah Leander, Bonnie Tyler, Lee Marvin...
Leider ist diese flüchtige Verruchtsheitsstimme (na, wieder zuviel Whisky und Zigaretten gestern abend???) nur der ultimative Einstieg zu einer richtig fetten Erkältung, schnief-röchel-schlapp...

Natürlich hält frau durch, solange die Arbeitswoche dauert, und ergibt sich dann erst der Krankheit. Ich bin prädestiniert dafür, meine Krankheiten in meiner Freizeit abzuhandeln. Wie günstig für meine jeweiligen Brötchengeber. Auch in der Schulzeit habe ich es geschafft, den Ziegenpeter - auch Mumps genannt - in den Ferien zu bekommen. Nur die Röteln haben sich nicht an diese Regel gehalten...

Ebenso natürlich weiß ich, dass andere KollegInnen mit dieser Rotznase gleich zu Hause geblieben wären.Ich habe zumindest aufs Tanzen und auf den morgigen Sangesauftritt verzichtet (eine Frau im Bass wäre natürlich auch was...)

Sonntag, 16. Mai 2010

Schnee haben wir

im Mai nicht mehr in Tucanville, aber kältemäßig scheint es manchmal so, also ob sich der Winter nicht verabschieden will.

Gestern haben wir im Garten eines Geburtstagskindes im Nieselregen stehend fünf Lieder gesungen. Bei Sonne hätte alles noch viel mehr Spaß gemacht. Dennoch war das durch Schlaganfall gehandicapte ehemalige Chormitglied sehr gerührt.
Anschließend wurden wir im trockenen Wohnzimmer gut für unseren Einsatz bewirtet, so daß ich in den Samstagabend mit einem winzigen Schwips gegangen bin. Daß er nicht groß wurde, lag nicht an der mangelnden Bereitschaft der Familie noch mehr einzuschenken, sondern an meinem Wunsch, noch etwas von dem Abend zu haben.

Samstag, 6. März 2010

Der Schnee hat uns wieder...

Wer dachte, der Winter hätte sich genug ausgetobt, wird seinen Irrtum inzwischen weggeschaufelt haben...
Ich bin heute morgen völlig vor meiner Zeit aufgewacht - 07:40 Uhr an einem arbeitsfreien Tag - weil es so hell war.Kein Wunder bei 10 Zentimeter Neuschnee und einer vorwitzigen Wintersonne. Den Titel Frühling darf sie sich erst nach dem 20. März anstecken.
Durch Schnee und Eis bin ich zum Markt gestiefelt, wo noch eifrig geschaufelt wurde, damit die Leute auch an die Marktstände herankommen. Nun habe ich mal wieder meine Lieblingsvollwertcroissants erbeutet und kann später ein zweites Frühstück machen.
Nach dem Wäscheum- und neuaufhängen und sonstigen vielgeliebten Haushaltsaktivitäten.

Ach ja, und mein Kostüm muß ich ja auch noch mal anziehen, ob nichts zwickt und zwackt und ob alles schön glitzert...

Freitag, 5. März 2010

Aus und vorbei...

eine andere Stadt hat 13 Punkte und damit uns und die andere City mit 12 Punkten aus dem Rennen geworfen. Keine Charlotta als singende Vorgruppe von Amy MacDonald...seufz, grins...

Aber da haben wir ja noch Plan B - morgen ist in Tucanville die etwas vorgezogene Feier zum Internationalen Tag der Frau am 8. März und da schwinge ich das Tanzbein. In der Hauptgruppe und nicht im Vorprogramm, so.

Wie es sich gehört, ging bei der heutigen Generalprobe so einiges schief (die Musikanlage hatte einen blackout, zwei Tanzmäuse mußten eher weg...), also ist alles klar für morgen.

Tschüssikowski!

Donnerstag, 4. März 2010

Amy wackelt...

naja, nicht sie...das mögliche Konzert in Tucanville. Eine weitere Stadt hat 12 Punkte erreicht und ein paar treten ja noch an.

Die Wurst bleibt uns immer, egal, was passiert...nicht umsonst sind wir der Fettfleck von NRW. Wobei es hier natürlich auch jede Menge schlanke Menschen gibt! Das spricht für maßvollen Genuß oder kalorienreduzierte Salami & Co.

Dienstag, 2. März 2010

Tucanville war heute

Schauplatz eines Wettkampfes. Ein paar Städte kämpfen um eine WDR2-Show, in der u.a. Nena und Amy Macdonald auftreten. Liebe Mitbürger mußten einen Bus in eine Wurst verwandeln, etliche Fleischer in Berufskleidung einsteigen lassen und dann diese Wurst mit viel Manneskraft und etwas Frauenpower ein paar Meter ziehen...

Als Vollberufstätige war ich nur Zuschauerin des Spektakels. Mal sehen, ob wir genug Punkte für den Sieg zusammentragen konnten - zehn Städte sind in der Endrunde!

Sonntag, 21. Februar 2010

Sonntag, 14. Februar 2010

Als Karnevals-Diaspora

bezeichnete ein wissensprotziger Zeitungsschreiberling unsere kleine Stadt. Das soll bedeuten, daß die Karnevalisten hier in der Minderheit sind. Es gibt also keinen Umzug, keine Jecken, die mit Kamellen schmeißen..das Leben plätschert so dahin wie immer.
Donnerstagabend gab es allerdings in einer Kneipe ein Aufflackern einer alten Tradition: Weiberfastnachtfeiern bei F. Die damals jung und dabei gewesen waren (also ich nicht) kamen natürlich wieder, der Nachwuchs fehlte - er tummelte sich wahrscheinlich in umliegenden Karnevalsorten. Nur ca. 40 feierwillige kostümierte Damen und Herren tobten sich ein paar Stunden lang aus.
Meine zwei Saunafreundinnen hatten sich als scharfe Teufel verkleidet. Ich war allen Kostümen, die mir angemessen schienen, entwachsen, und kam einfach mit Pik- und Kreuzmalerei auf den Wangen aus.

Höhepunkt des Abends: der Auftritt eines Wolfgang-Petri-Doubles. Nicht meine Musik, aber er hat das Original gut kopiert.
Mit mehr Promille als sonst im Blut ins Bett geplumpst, ging es mir am nächsten Tag erstaunlich gut - sofern ich mich nicht gebückt habe, grins.

Samstag, 30. Januar 2010

Schnee satt

liegt in Tucancity. Meine Mutter berichtete von "herrlichen" Verwehungen, die den Nahverkehr von Rostock komplett lahmgelegt haben und damit die berufstätigen Mitmenschen vor ein großes Problem stellen: Wie komme ich zur Arbeit, wenn nichts fährt und ich mein eventuell vorhandenes Auto nicht benutzen soll?
Natürlich: zu Fuß!
Da gibt es nichts zu lachen, im letzten riesigen Winter von 1978/79 bin ich auch öfter die fünf Kilometer zur Arbeit gelaufen. Zurück natürlich auch...wer will schon am Schreibtisch schlafen?!?

Wir hier in Tucanville haben dagegen verhältnismäßig wenig Schnee abbekommen. Natürlich können wir auch glatte Straßen vorweisen, falls das irgendwelche Winterwettbewerbspunkte gibt, aber einen halben Meter verwehten Schnee vor der Haustür...das hat was. Ich wär jetzt gern da, aber der Beamer funktioniert mal wieder nicht.

Freitag, 29. Januar 2010

Schwupps, wo ist der Jänner?

Jänner ist ein anderes Wort für den coolen verschneiten Januar, der seinem Status als Wintermonat dieses Jahr alle Ehre macht. Noch ist ja voraussagetechnisch keine Änderung in Sicht- oder Fühlweite. Ich besitze nur einmal Biberbettwäsche und muß jetzt doch mal auf kühleres Material wechseln, um selbige zu waschen. Notiz an mich selbst: mehr Biber kaufen, denn es wird wohl nicht der letzte "richtige" Winter gewesen sein.
Schneeschieber sind ja auch schon Mangelware, weil sie jetzt einfach überall gebraucht werden. Zweite Notiz an mich: Kaufen, wenn wieder vorrätig.
Sonst könnte es irgendwann problematisch sein, das Auto aus der Garage zu bekommen.

Ansonsten war ich schwer abgelenkt von einigen Facebook-Spielchen und habe ernüchtert festgestellt, daß frau damit viel Zeit verplempert und sich dazu noch über häufiges Rauskicken ärgern muß.
Heute hatte ich massig Freundschaftsanfragen von Leuten, die ich nicht kenne, und habe daher meine Einstellungen stark privatisiert. Die Vorstellung von einer gläsernen Charlotta finde ich erschreckend...und was soll ich mit tausend vermeintlichen virtuellen Freunden, wenn ich die reale Welt aus Zeitmangel vernachlässige?

Auf ins schneeige Wochenende!

Sonntag, 17. Januar 2010

Paula sei Dank

habe ich mir gestern den Film "The KID - Image ist alles" mit Bruce Willis angesehen, der nicht nur in Action-Filmen glänzen kann.
Wie ist das, wenn einem plötzlich das eigene jüngere Ich gegenübersteht? Die erste Reaktion ist typisch amerikanisch - ich gehe zum nächsten Seelenklempner und lasse mir ein absolut sicheres Mittel verschreiben, damit die Halluzination verschwindet. Dumm nur, daß das fleischgewordene Alter Ego nicht mit Pillen zu verscheuchen ist. Also denke ich mir, wenn ich mir als Kind Überlebenstricks beibringe, dann wird sich mein Leben ändern - von der Vergangenheit, wo etwas schiefgelaufen ist, bis heute. Pustekuchen, die Vergangenheit ist nicht änderbar, da es ja kein typischer Zeitreisefilm ist.
Ebenso typisch amerikanisch ist, daß der schlanke Erwachsene seinem pummligen Kind-Ich nur gesundes Essen vorzusetzen versucht. Nur schlanke Menschen sind erfolgreich und schön - diese Maxime ist längst nach Europa übergeschwappt.Der nach heutigen Maßstäben adipöse Knabe weigert sich aber, Gemüse zu essen.

Der Hoffnungsschimmer kommt zum Ende des Films - auch wenn beider Vergangenheit nicht reparabel ist, und der kleine "Willis" alle Leiden eines Loosers durchmachen muß, bis er seine vierziger Version mit Erfolgsstatus erreicht hat, kann er doch immer noch seine Zukunft ändern: den Beruf ergreifen, von dem er geträumt hat (Pilot), einen Hund haben und die Frau heiraten, deren Eroberung ihm vorher undenkbar schien.

Sonntag, 10. Januar 2010

Zuckersüß, Bitterbös

heißt das Programm der Sängerin, Schauspielerin, Autorin und Sprecherin Jule Vollmer, die gestern in Tucanville gastierte. Sie hat natürlich eine eigene Website, auf der man und frau sich Lese- und Singproben anhören kann. Ich verlinke dies hier aber nicht.

Ich Kulturbanause hatte zuvor nie von ihr gehört oder gelesen (jo, Asche auf mein schwarzes Haupt). Aber ich bin ja auch kein Mitglied des Kunstkreises, der sie engagiert hatte.
Zwei nette und vergnügliche Stunden lang bezauberten sie und ihr musikalischer Begleiter (sorry, der Name rauschte mal wieder in meine taube Ohrecke...vermutlich Elmar Dissinger...)das anwesende kunstverständige Publikum mit Chansons und Texten. Mein Favorit war die "Erschöpfung" von Adam und Eva im Paradies, vorgetragen mit einem sehr gekonnten französischen Akzent.
Eine Zugabe erklatschten wir uns, dann ging es nach Hause durch Schnee und Eis. Wobei die Künstler den längsten Rückweg hatten.
Immerhin hatte Daisy gerade eine Pause im Schneeverteilen eingelegt, nur der Wind war aufgewacht...von Sturmstärken aber weit entfernt.

Samstag, 9. Januar 2010

Panik

Zu DEDEER-Zeiten gab es diesen alten Witz: Treffen sich zwei Schneeflocken. Sagt die eine: "Ich gehe in den Westen, da ist alles besser." Da schüttelt die andere den Kopf und sagt: "Ich gehe in die DEDEER, die kriegen dann immer gleich Panik!"

So war es denn auch. Die Züge hatten Verspätung, die Leute froren auf kalten Bahnhöfen, Flüge wurden gestrichen...
Moment mal...genau das passiert heute auch in der gesamten westlichen Welt! Da bleiben teure Hochleistungszüge einfach stehen - lahmgelegt von Schneeflocken! Leute frieren auf kalten Bahnhöfen und verfolgen hilfloses Auskunftspersonal mit bohrenden Fragen! Züge entgleisen! LKWs fallen um...nachdem sie auf glatten Straßen ausgerutscht sind. Flüge werden verschoben oder fallen aus...

Ich erinnere mich, daß 1968 wegen Schneesturm die Schule drei Tage ausfiel. Heute werden auch ohne Schneesturm Schulen geschlossen...

Meine Mutter mußte in den Fünfzigern ein Stück Kohle mit in die Schule bringen - wie ihre Mitschüler auch -, damit das Klassenzimmer geheizt werden und der Unterricht stattfinden konnte. Da kam keiner auf die Idee, die Schule zu schließen.

Die Leute in Sibirien lachen wahrscheinlich über unsere Schnee- und Eisprobleme. Und unsere Technik ist wohl nur für Frühling, Sommer und Herbst ausgelegt...

Dienstag, 5. Januar 2010

Da die Götterbotenpoststelle

Samstag wegen Jahresinventur geschlossen hatte - die mußten nachzählen, wieviel Spielzeug der Weihnachtsmann liegengelassen hat - konnte ich meine Apres-Weihnachtspäckchen erst gestern auf die Reise schicken. Quittengelee und Kekse für zwei Freundinnen, die ich wegen Schädelbrummen nicht besuchen konnte, und ein Aufmunterungspäckchen für eine Freundin, die sich über meinen "Telefonterror" zu Weihnachten beklagt hatte. Sie war gestreßt und krank und wollte partout nicht gestört werden, hatte selbiges auf ihrer Weihnachtskarte aber nicht so glasklar und verständlich ausgedrückt...Naja, Charlotta saß mal wieder im Fettnapf...gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Ich ruf da erstmal nicht mehr an, bis die Lage sich entschärft hat.

Von einer anderen Freundin kam wegen Umzug ins Irgendwo meine Weihnachtskarte zurück. Da sie im Internet anscheinend nirgendwo registriert ist (ist das heute überhaupt noch möglich???), muß ich nun warten, bis sie sich wieder meldet.

Ohmmmmmmmm.....

Montag, 4. Januar 2010

Normaler Tag vier 2010

und gleichzeitig Tag eins des Arbeitslebens 2010. Kaum sind die Silvesterkrapfen verdaut, spielen die Leute schon wieder verrückt. Da haben wohl viel zu wenige den Vorsatz gefaßt, das Neue Jahr ruhiger anzugehen als das vergangene.
Ich habe mir gestern Abend eine große Portion Klassik reingezogen - "Die Zauberflöte" von Mozart. Grauslige moderne Kulissen und Kostüme, aber zum Glück haben sie an der wundervollen Musik nicht "herumgemodelt". Umgekehrt wär schlimmer gewesen...so als wenn Satisfaction plötzlich von Heino gesungen wird...brrrr...

Der Schnee hält, was er am Wochenende versprochen hat, und bleibt uns noch eine Weile treu. Wohl dem, der eine warme Wohnung hat und sich wie ich einen Tee kochen kann. Die nächsten Reisen liegen noch in weiter Ferne, ich habe keine Lust auf Glatteisautobahnen und Grabenschlitterpartien.

Freitag, 1. Januar 2010

Tucanville im Schnee


Pünktlich zu Silvester deckte eine weiße Decke unsere kleine Stadt wieder zu, dämpfte Schritte und Autogeräusche. Eine Freundin von mir, die an einer stark befahrenen Kurve wohnt, meinte, diese Dämpfung hätte sie gern das ganze Jahr. Den Schnee natürlich nicht! Macht sich bei vielleicht dreißig Grad Plus in manchen Sommern auch nicht so leicht (teure Schneekanone, Stromkosten ohne Ende...)

Mein Kopf hatte sich schon zwei Tage vorher in einen Brummschädel erster Klasse verwandelt - ohne jegliches Zutun von alloholischen Getränken - so daß ich meine Reisepläne auf Eis legte (gute Konservierungsmöglichkeit) und mir einen geruhsamen Silvesterabend in meinen vier Wänden bescherte. Kein Sekt, kein-auf-die-Pauke-hauen (viel zu laut)...einfach nur abschalten und vor der Knallerei ins Bett gehen. Perfekt! Den Brummschädel hatte ich natürlich vorher mit einer Tablette zum Verstummen gebracht, ich bin ja keine Masochistin.

Heute - an diesem wiederum verschneiten Neujahrsmorgen - genieße ich das walzerreiche Neujahrskonzert, und mein Kopf ist so gnädig, auch ohne Chemiekeule nicht zu brummen. Bitte weiter so!

Ich bin vorsatzfrei ins Neue Jahr geschlittert - die Sache mit der Abnehmdisziplin hatte ich ja schon 2009 begonnen. Andere Vorsätze kann frau schließlich an jedem beliebigen Tag des Neuen Jahres fassen und auch fallenlassen...gg*

Ein gutes Neues Jahr Euch allen!