Sonntag, 14. Februar 2010

Als Karnevals-Diaspora

bezeichnete ein wissensprotziger Zeitungsschreiberling unsere kleine Stadt. Das soll bedeuten, daß die Karnevalisten hier in der Minderheit sind. Es gibt also keinen Umzug, keine Jecken, die mit Kamellen schmeißen..das Leben plätschert so dahin wie immer.
Donnerstagabend gab es allerdings in einer Kneipe ein Aufflackern einer alten Tradition: Weiberfastnachtfeiern bei F. Die damals jung und dabei gewesen waren (also ich nicht) kamen natürlich wieder, der Nachwuchs fehlte - er tummelte sich wahrscheinlich in umliegenden Karnevalsorten. Nur ca. 40 feierwillige kostümierte Damen und Herren tobten sich ein paar Stunden lang aus.
Meine zwei Saunafreundinnen hatten sich als scharfe Teufel verkleidet. Ich war allen Kostümen, die mir angemessen schienen, entwachsen, und kam einfach mit Pik- und Kreuzmalerei auf den Wangen aus.

Höhepunkt des Abends: der Auftritt eines Wolfgang-Petri-Doubles. Nicht meine Musik, aber er hat das Original gut kopiert.
Mit mehr Promille als sonst im Blut ins Bett geplumpst, ging es mir am nächsten Tag erstaunlich gut - sofern ich mich nicht gebückt habe, grins.

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